Arbeitsschutz - Schutzbrillen
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Schutzbrillen Das Auge ist eines der wichtigsten Sinnesorgane und das Sehvermögen für jeden Menschen besonders wichtig. Durch volle Funktionstüchtigkeit der Augen können Gefahren rechtzeitig wahrgenommen, erkannt und verhindert werden und somit Verletzungen und Unfälle verhütet werden. Gerade bei der Arbeit müssen die Augen vor schädlichen Einflüssen geschützt werden. Schutzbrillen sollen die Gefährdung der Augen durch umherfliegende Splitter und Fragmente (z.B. durch Explosionen, Implosionen, Bruch und Zerreißen) sowie verspritzende Stoffe (z.B. beim Um- und Abfüllen, durch Siedeverzüge, heftige Reaktionen, Gasentwicklung, Explosionen, Implosionen) sowie durch starkes Licht vermeiden. Daher werden sie vorwiegend im Arbeitsbereich verwendet.. Schutzbrillen aus diesem Bereich sind im Prinzip wie optische Brillen aufgebaut. Die häufigste Form sind die Einscheibenbrille und die Zweischeibenbrillen. Diese werden wie herkömmliche optische Brillen mit Bügel über den Ohren fixiert. Vollsichtbrillen haben zusätzlich eine umlaufede Dichtung, die die Augen schützt. Den Dichtsitz garantiert das einstellbare Kopfband. Vorhänger werden auf eine optische Brille oder eine Ein- bzw. Zweischeibenbrille montiert. Die Größe der Schutzbrillen entspricht in der Regel der Größe herkömmlicher Brillen. Für Träger von optischen Brillen werden größere Schutzbrillen angeboten, die über der normalen Brille getragen werden können. Beim elektrischen und autogenen Schweißen müssen die Augen der ausführenden Person durch Schutzbrillen geschützt werden, da es sonst zu schwersten Verbrennungen der Bindehaut des Auges führen kann. Die Sichtscheibe der Schutzbrille und der Tragkörper (Fassung mit Tragehilfen) müssen bestimmte Anforderungen standhalten. Sie sind daher dementsprechend gekennzeichnet. Es gibt Sichtscheiben ohne und mit Filterwirkung (z.B. Schutz vor ultravioletter oder infrarot Strahlung) und Sicherheits-Scheiben die vor Stößen und aufprallenden Gegenständen schützen. Außerdem werden Schutzbrillen mit Sichtscheiben angeboten, die zusätzlich eine entspiegelte, beschlaghemmende, bruchsichere oder kratzfeste Wirkung haben. Sichtscheiben und Tragkörper bilden eine Einheit, sind aber getrennt gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung findet man auf dem Tragkörper. Sie besteht aus Kennzeichnung der Sichtscheibe, die durch die Kennziffer des Gefährdungsbereiches des Tragkörpers durch einen Bindestrich ergänzt wird. Sichtscheiben müssen der DIN EN 166 entsprechen. Für den optimalen Schutz der Augen unterscheidet man zwischen verschiedenen Gefährdungen. Es gibt mechanische, thermische, chemische, biologische, optische und elektrische Gefahren. Mechanische Gefahren: Späne, Körner, Staub, Splitter, Festkörper Fremdkörper können zwischen Augenlid und Augapfel gelangen. Dies führt zu Reizungen und Entzündungen des Auges. Treffen Festkörper auf das Auge, kann dies zur Verletzung der Hornhaut führen. Thermische Gefahren: Gase, Infrarotstrahlen, Kräfteeinwirkungen Durch Hitzeeinwirkung kann das Auge austrocknen und somit zu Hornhautreizungen führen. Kälteeinwirkung (z.B. durch längere Aufenthalte in kalter Witterung oder Kühlhäusern) kann zum Tränen der Augen und zu Erfrierungen führen. Chemische Gefahren: feste, flüssige und gasförmige Substanzen, Dämpfe, Nebel, Säuren, Laugen Chemikalien können sich im Augenwasser lösen. Treffen Säuren oder Laugen in das Auge, kann es zu schweren Schädigungen des Auges kommen. Biologische Gefahren: Bakterien, Viren (Infektion) Auslösen von Infektionen durch Eindringen von z.B. Bakterien, Viren oder Sporen über das Auge in den Körper. Optische Gefahren: Löten, Schweißen, UV-, Infrarot- und Laserstrahlung UV-Strahlen: Bei der Einwirkung von UV-Strahlung auf die Augen kann es kurzfristig zu Horn- oder Bindehautentzündungen und langfristig zum Star kommen. Licht: Bei hohen Leuchtdichten oder Leuchtdichteunterschieden kann durch Blendung die visuelle Wahrnehmung behindert werden. Auch bleibende Schädigung der Netzhaut ist möglich. Infrarote Strahlung: kann Schädigungen der Netzhaut und Linse verursachen. sowie zum grauen Star führen (langwellige Infrarot-Strahlung). Laserstrahlen: Bleibende Schädigung des Auges werden durch die hohe Intensität des Laserstrahles in Verbindung mit großer Reichweite.. Elektrische Gefahren: Schaltarbeiten, Kurzschlüsse Bei Schaltarbeiten oder Kurzschlüssen in elektrischen Anlagen besteht die Gefahr, daß Störlichtbögen entstehen. Hohe Temperaturen und wegspritzende Teilchen können Auge und Gesicht erheblich schädigen. Anhand der Gefahrenquellen sollte man die entsprechende Schutzbrille auswählen und tragen. Hinweise zur Lagerung, Reinigung und Pflege Schutzbrillen sollten stets in sauberer Verpackung oder Etui gelagert und bereitgehalten werden.. Bei Verschmutzungen die Brille auf keinen Fall mit scheuernden Mitteln, sondern mit mildem Reinigungsmittel und warmem Wasser reinigen. Bei verkratzten Gläsern sowie bei kaputten Gestellen oder fehlenden Seitenschutzteilen sollte die Brille ausgetauscht werden. Beim Aufsetzen der Brille sollte auf guten und sicheren Sitz geachtet werden. |












