Arbeitsschutz - Gehörschutz
Gehörschutzstöpsel
Lärm schädigt das empfindliche, leicht zerstörbare Gehör. Es gibt einige Risiken, angefangen von Lärmschwerhörigkeit (eine nicht wieder herstellbare Zerstörung der Hörzellen im Innenohr) bis hin zur Zerstörung der Orientierungsfähigkeit. Geräusche können nicht mehr wahrgenommen werden und man kann nicht mehr einschätzen, wo das Geräusch herkommt, bzw. die Distanz feststellen. Daher sollte das Gehör vor Lärm wirksam geschützt werden, denn erst nach ca.7- 10 Jahren ist eine Hörbeeinträchtigung wahrnehmbar. In einer Umgebung mit hohem Schallpegel, z.B. bei der Arbeit in der Nähe von lauten Maschinen ist das Tragen eines Gehörschutzes am Arbeitsplatz bereits ab 85 dB(A) Pflicht. Es wird auch gefordert, dass der Arbeitgeber ab 80 dB(A) einen geeigneten Gehörschutz zur Verfügung stellt. Für den Arbeitsschutz werden die nach einer Prüfnorm zugelassenen Gehörschützer immer mit Angaben zu ihrem Dämmverhalten angeboten. Zum einfachen Vergleich verschiedener Produkte wird u. a. ein SNR-Wert (=durchschnittliche Abdämpfung eines Gehörschutzes), der lediglich der Orientierung dient. Die Verwendung und der Zustand des Gehörschutzes haben beeinflussen die Wirkung im Einsatzfall. Aus Sicherheitsgründen wird im Vergleich bereits aus Sicherheitsgründen ein Abzug von dem SNR-Wert gemacht. Dieser beträgt für Stöpsel 9 dB(A), Kapseln 5 dB(A) und Otoplastiken 3 dB(A) Bereits vorgefertigte Gehörschutzstöpsel nennt man auch Ohrenstöpsel oder Ohrstöpsel. Diese werden rechtlich unterschieden in vor Gebrauch zu formende Ohrstöpsel zur einmaligen Verwendung, fertig geformte Ohrstöpsel zur einmaligen Verwendung sowie fertig geformte Ohrstöpsel zur mehrmaligen Verwendung. Angeboten werden Varianten aus wachsgetränkter Wolle, Schaumstoff, Silikon oder weichem Kunststoff in weicher Lamellen-Bauform. Die Wachskugeln werden vor dem Einstetzen in den Gehörgang durch Kneten weich gemacht und grob vorgeformt. Sie verformen sich etwas beim Einsetzen und Herausnehmen. Die Reinigung ist sehr schwierig und in der Regel nicht möglich. Schaumstoffstöpsel werden vor dem Einsetzen in den Gehörgang erst zusammengerollt. Sie dehnen sich beim Tragen leicht aus. Kunststoffstöpsel können gleich in den Gehörgang eingeführt werden, da sie bereits fertig geformt sind. Allerdings können die Kunststoffstöpsel je nach Größe und Form des Gehörganges unbequem und audiologisch ungeeignet sein. Die Stöpsel können mit einem Trageband oder einem Kunststoffbügel verbunden werden (Bügelstöpsel). Das Druckgefühl wird gemindert und sie können leichter eingesetzt werden Die Tiefe, in der der Gehörschutz im Ohr sitzt, bestimmt die Größe des verbleibende Luft-Restvolumens im äußeren Gehörgang zwischen Gehörschutz und Trommelfell (je kleiner das Volumen, umso höher die mögliche Schalldämmung). |












